Verein

Entstehung und Hintergründe

 

Der Wing Chun Kampfkunstverein wurde 2005 von Michael Schweitz und einigen seiner langjährigen Schüler in Bonn gegründet. Die Gründer waren der Ansicht, dass eine Vereinsstruktur die Abgrenzung zu den großen kommerziellen Verbänden deutlicher werden lässt als der Aufbau einer herkömmlichen, autoritär geführten Schule. Somit definieren wir uns als eigenständige, verbandsunabhängige Trainingsgemeinschaft mit dem einzigen Ziel der Übung und Vermittlung des Wing Chun Kung Fu.

 

Wing Chun ist keine Geheimlehre. Es erschließt sich durch Nachdenken und stetige Übung. Es ist übersichtlich, weil es technisch auf wenige immer wiederkehrende Elemente reduziert werden kann und ihm klare Konzepte und Strategien zugrunde liegen. Sobald die Grundlagen beherrscht werden, ist der effektive Einsatz im Freikampf möglich, ohne dass zuvor unzählige Formen und Anwendungen erlernt werden müssen. Wir möchten Wing Chun von künstlichen Komplizierungen frei halten und es jedem ernsthaft Interessierten in seiner unverfälschten Einfachheit nahe bringen.

 

 

 

Unterricht

 

Anders als manch andere asiatische Kampfkunst wird Wing Chun nicht durch reine Nachahmung oder militärischen Drill erlernt, sondern muss individuell trainiert werden. Deshalb ist ein herkömmliches Gruppentraining kein sinnvolles Unterrichtsformat. Unsere Trainingszeiten sind "offen", d. h. die Teilnehmer können nach ihren zeitlichen Möglichkeiten selbst bestimmen, wann sie kommen und gehen wollen.

 

Im Training des Wing Chun geht es um den Erwerb körperlicher Fertigkeiten, ganz ähnlich wie in einer handwerklichen Ausbildung. Es muss von den einfachsten Grundlagen aus (Körperstruktur, Gleichgewicht, Schlagkraft, Dynamik, Distanzgefühl, Timing) verstanden und aufgebaut werden. Diese Basics werden nicht durch "höhere Techniken" überholt, sondern bilden ein unentbehrliches Fundament. Wir verwenden zwar einen großen Teil der Trainingszeit auf die Entwicklung dieses Fundaments, der Schüler wird aber nicht jahrelang in sogenannten Programmen festgehalten, sondern er gewinnt rasch einen Überblick über das Gesamtsystem. Anfänger haben bei uns immer auch Gelegenheit, mit Fortgeschrittenen zu trainieren, die ihnen weiterhelfen.

 

Im ersten Trainingsjahr steht die Siu Lim Tau (1. Form) im Mittelpunkt. Parallel zur Siu Lim Tau werden Fauststöße, Körperwendungen, Schritte und die Gleichzeitigkeit von Abwehr und Konterangriff erlernt. Von hier aus gelangt man sehr schnell zu einfachen Kampfdrills, die im zweiten und dritten Trainingsjahr mit dem Erlernen der Chum Kiu (2. Form) und des Chi Sau zu kontrolliertem Sparring (Go Sau) und schließlich zum Vollkontakt-Sparring (Kong Sau) ausgebaut werden. Die Übung der Holzpuppenform korrigiert Schrittarbeit und Ausrichtung zum Gegner und lehrt eine Reihe typischer Kampfkombinationen. Mit der Biu Jee (3. Form) steht noch eine "Notfallform" zur Verfügung, die Lösungen für Situationen anbietet, die mit den Mitteln der ersten beiden Formen nicht zu bewältigen sind (z. B. Kampf gegen mehrere Gegner); sie werden situationsabhängig eingeführt. Langstock- und Doppelmesserform stärken Stände, Körperspannung und Mobilität und komplettieren schließlich das System. Nach vier bis fünf Jahren intensiven Trainings sollte es vollständig erlernt sein.

 

 

 

Mitgliedschaft

 

Grundsätzlich kann jeder mitmachen, der Lust hat, Wing Chun zu betreiben und es ggf. im Kampftraining zu erproben; eine gewisse Belastbarkeit und gleichbleibende Motivation sind allerdings Voraussetzungen, ohne die sich kein Fortschritt einstellt. Da wir an drei Tagen pro Woche je zweieinhalb Stunden anbieten und auch immer wieder Wochenendseminare zu Schwerpunktthemen veranstalten, lässt sich bereits eine hohe Qualität erreichen, ohne dass Einzelstunden oder sogenannte Ausbilderklassen erforderlich sind. Niemand braucht zu befürchten, dass ihm immer höhere Kosten entstehen, je weiter er im Wing Chun fortschreitet.

 

Wenn ihr euch für unser Training interessiert, habt ihr die Möglichkeit, es zwei Wochen lang ohne Verpflichtungen auszuprobieren. Danach kommt ihr auf uns zu und entscheidet euch. Ein "Verkaufsgespräch" wird es nicht geben. Wir freuen uns über jeden, den wir überzeugt haben.

 

 

 

Personen

 

Michael Schweitz, der SiFu des Wing Chun Kampfkunstvereins, verfügt über eine fast 30jährige Erfahrung im Wing Chun Kung Fu; außerdem trainierte er  auch einige Jahre lang westliches Boxen und philippinischen Arnis-Waffenkampf. Er lernte von verschiedenen in- und ausländischen Lehrern, sein eigentlicher SiFu aber ist Alexander Krause (Wang-Kiu-Linie), der ihn ab 1996 nochmals gründlich umschulte. Michael eröffnete 1997 seine erste Schule in Bonn.

 

Volker Matuszewski war Judo-Wettkämpfer und kam 1998 zum Wing Chun. Er ist Michaels zweitältester noch aktiver Schüler, wurde 2013 zum Lehrer ernannt und führt seitdem eine eigene Wing-Chun-Schule in St. Augustin.

 

Johannes Heitsch begann 2005 mit Wing Chun. Er wurde 2013 zum Lehrer ernannt. Johannes betreibt auch Mixed Martial Arts.

 

Kendal Moussa trainierte zunächst Judo, Karate und Kung Fu Toa, bevor er 2012 zum Wing Chun wechselte. Er wurde 2017 zum Lehrer ernannt und steht Michael im Mittwochstraining zur Seite.

 

Hier findet ihr uns:

Endenicher Str. 335
53121 Bonn

Kontakt:

0228 85 03 13 95

0157 51 24 73 43

 

Trainingszeiten:

 

Mo, Mi, Fr

18:30-21:00 h

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© Michael Schweitz